Auf die
erneuten Katastrophenmeldungen aus den Linden Labs reagiert die US-Presse mit freundlichem Pessimismus - die deutsche Presse dagegen bisher kaum (
Handelsblatt).
BusinessWeek schreibt: Rosedahl (41) willl die Stagnation in Second Life ändern: "Ich will die Zahlen deutlich verbessern", sagte er heute in einem Interview, und meinte die von den Usern in der virtuellen Welt verbrachten Stunden und die Gewinnung neuer User. Er will das "Erlebnis SL" verbessern, so dass ein neuer User sich in Minuten zurechtfindet statt in Stunden. Dazu wird es überall Veränderungen geben, von den Servern bis zu den Clients.
"Wir wollen weniger besser machen", so Rosedahl.
Das
Wall Street Journal: Wie genau Rosedahls Prioritäten sich von denen Kingdons unterscheiden, wurde nicht unmittelbar deutlich. Keiner von beiden war zu einem Kommentar bereit. Kingdon hatte zuvor zwei zukünftige Schwerpunkte signalisiert: eine Browser-Variante des Clients, sowie die Verschmelzung von Second Life mit populären Sozialen Netzen.
Man mag an die große Wende bei SL glauben oder an den endgültigen Untergang: fest steht, dass Linden Lab seine Katastrophen effektvoll inszeniert. Einen schlechteren Zeitpunkt als die Feierlichkeiten zum 7. Geburtstag von SL und die vermutliche Ankündigung der Meshes hätte man sich wirklich nicht aussuchen können.
Aber: ein Wechsel des Kapitäns hilft dem untergehenden Schiff nun auch nicht mehr...